MINDFUL MONDAY (80) von Reto Weishaupt

Die Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt sind hoch. Immer mehr Informationen und Veränderungen in immer kürzeren Rhythmen sind Realität. Diesem Druck können wir entgegenwirken, indem wir bewusst einen inneren Gegenpol kultivieren, der uns Gelassenheit, Klarheit und Momente der Entspannung schenkt. Ein solcher Gegenpol ist die Übung von Achtsamkeit.

Mini-Erfolgserlebnisse

Der Weg der kleinen Schritte hilft uns, eine Gewohnheit zu etablieren. Klein anfangen gibt uns das Gefühl, dass wir es schaffen können. Und wir schenken uns damit täglich Mini-Erfolgserlebnisse, die uns motivieren dran zu bleiben. Kurze Achtsamkeitsimpulse können in unseren Arbeitsalltag einfliessen, ohne dass wir dafür zusätzlich Zeit einplanen. Wir müssen nur daran denken es zu tun.

„Es gibt im Leben nichts Gutes, ausser man tut es.“
– Erich Kästner

3 Übungen für Achtsamkeit am Arbeitsplatz

Bereits kurze Sequenzen von Achtsamkeit helfen zu entspannen, zu regenerieren und konstruktiv mit Stress umzugehen. Trainiere folgende drei Achtsamkeitsübungen in deinem Arbeitsalltag, um regelmässig Energie zu tanken:

1. Körper  –  Der Atem als Anker. Deine volle Aufmerksamkeit bewusst für 3 Atemzüge auf deinen Atem richten. Schultern und Bauch entspannen. Fühlen, wie beim Einatem frische Luft in deinen Körper strömt und wie dein Bauch sich weitet. Spüren, wie beim Ausatem die Luft wieder aus dem Bauch herausfliesst, die Bauchdecke sich senkt und die Luft deinen Körper wieder verlässt.

2. Gefühle  –  Der innere Selbstcheck. Schultern und Bauch entspannen. Ein paar tiefe Atemzüge nehmen und wahrnehmen, wie es dir jetzt gerade geht. Grundstimmung wahrnehmen ohne zu bewerten. Alles was auftaucht innerlich halten ohne wegzuschieben. Auch allfällige negative Gefühle versuchen zu akzeptieren, indem du zu dir selber sagst: „Ja, es ist gerade nicht einfach. Ich gebe mein Bestes.“

3. Gedanken  –  Ein Kommen und Gehen. Für ein paar Momente dir deiner Gedanken bewusst werden. Schultern und Bauch entspannen. Was denkst du gerade? Welche Qualität haben deine Gedanken, sind sie stürmisch, sonnig, neblig? Gedanken sind wie Wetter-Erscheinungen, die kommen und gehen. Egal welche Gedanken aufkommen, versuche sie wertfrei wahrzunehmen und wieder loszulassen. So wie Wolken, die am Himmel vorbeiziehen.

Ein kleiner Zettel neben deinem Computerbildschirm oder sonst wo in Sichtweite hilft, dich an deine Absicht zu erinnern und dir selber ein paar bewusste Momente in Achtsamkeit zu schenken. Auch eine Erinnerung in deinem Kalender kann zu Beginn hilfreich sein. Beginne einmal täglich und erhöhe mit der Zeit auf drei Sequenzen (Morgen, Mittag, Nachmittag).

Diese Übungen stärken deine Selbstwahrnehmung und helfen zu erkennen, was gerade da ist. Das ist die Basis für einen konstruktiven Umgang mit dir selbst, mit Arbeitskollegen und Kunden. Arbeit ist Alltag, Alltag ist Arbeit. Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen unten im Kommentar mit uns teilst.

 

P.S. Falls du tiefer eintauchen möchtest: In Kürze lancieren wir MINDFULWORKS, das Achtsamkeitstraining für einen neuen Umgang mit den Herausforderungen in der Arbeitswelt.