Meditation an der Universität

Meditation und Achtsamkeit halten immer mehr Einzug in das westliche Bildungssystem, Universitäten inklusive. In Deutschland zumindest. Die Süddeutsche Zeitung berichtete vor einer Woche über das eindrückliche Meditationsangebot der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Es heisst im Artikel, dass dadurch in den vergangenen sechs Jahren mehr als tausend Studenten Meditation erlernt haben.

Inzwischen ist Meditation in neun Studiengängen integriert, vor allem in der Pädagogik und der Sozialen Arbeit. Einzig irritierend dabei ist, dass die Studenten Credit-Punkte und Noten fürs Meditieren erhalten. Noten fürs Meditieren? Der Zweck heiligt anscheinend die Mittel.

Die Schweiz ist noch nicht ganz so weit. An der Universität Bern zum Beispiel gibt es Meditation für Studenten nur in Kombination mit Yoga oder im spirituellen Programm des Reformierten Forums und der Katholischen Hochschulseelsorge.

Die Zukunft wird zeigen, welche Universität der Schweiz als erste auf den Zug aufspringt. Von der Berner Fachhochschule, Fachbereich Wirtschaft, habe ich gehört, dass sie Meditation nächstes Jahr in einer Vertiefungsrichtung im Bachelorstudium einfliessen lassen möchten. Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Das wusste bereits Konfuzius 500 Jahre v. Chr. Ich bin sicher, es dauert nicht mehr lange und Studenten meditieren mit einer Selbstverständlichkeit. Schliesslich erhöht eine regelmässige Meditationspraxis nicht nur unser Wohlbefinden, sondern fördert auch erwiesenermassen unsere Konzentrationsfähigkeit.

 

Reto

Reto Weishaupt ist Meditations- und Achtsamkeitslehrer bei MINDFULMIND. Meditation ist ein starkes Instrument zur Kultivierung der inneren Haltung von Achtsamkeit sowie weiteren heilvollen Geistes- und Herzensqualitäten. Mein Zugang ist undogmatisch und säkular mit der buddhistischen Lehre als Basis. Es ist schon alles da, wonach wir suchen.

 

 

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